Die wichtigsten Begriffe im Cheerleading

All the way up: Pyramiden/ Partnerstunts, die ohne Zwischenstopp nach oben direkt in den Level 3 oder 4 gebaut werden, z.B. all the way up Liberty

Base: Die Person, die in Pyramiden/Partnerstunts unten steht und das Gewicht hält. Baskettoss: Wurftechnik, bei der im Normalfall 4 Bases einen Flyer in die Luft werfen und anschließend wieder auffangen. Häufig Führt der Flyer in der Luft noch ein zusätzliches Element aus, macht z.B. einen Salto.

Chant: Ein Anfeuerungsruf aus maximal 12 Worten, welche sich nach der individuellen Vorgabe mindestens 3mal mit den dazugehörigen Motions (ohne Musik) wiederholen. Die Motions sind mindestens einmal auszuführen. Ein Chant wird während des Spiels eingesetzt, um das Publikum zu animieren, das Team während der Spielzüge zu unterstützen. z.B. Let's go Defense, let's go Defense, let's go Defense!

Cheer: Einmaliges Ausführen eines beliebig langen Textes (Anfeuerungsrufes) und der dazugehörigen Motions (ohne Musik). Es müssen 8 aufeinander folgende Motions gezeigt werden.

Häufig werden hier auch Stunts eingebaut, um das Publikum zu unterhalten.

Cradle: Abbautechnik, bei der der Flyer kurz hochgeworfen und dann anschließend aufgefangen wird.

Drop: Wenn ein Flyer von einer Pyramide fällt, eine Pyramide komplett oder teilweise zusammenbricht, ein Flyer nicht auf die Pyramide hochkommt oder jemand beim Tumbling hinfällt bezeichnet man dies als Drop. Für einen Drop in einem Meisterschaftsprogramm bekommt das Team Punktabzüge. 

Elevator: Einer der am häufigsten ausgeführten Stunts, da er sich auch ideal als Unterbau für viele Pyramiden eignet. Zwei Bases stehen sich gegenüber und halten einen Flyer vor ihrem Körper auf Brusthöhe.

Flyer: Flyer sind die Mädchen/Frauen die z.B. bei einem Baskettoss durch die Luft fliegen oder oben auf den Pyramiden stehen.

Fly Over: Bei dieser Stunttechnik wird der Flyer von einer Gruppe Bases geworfen und von einer anderen aufgefangen. Häufig fliegen die Flyer dabei auch noch über einen anderen Stunt/Pyramide hinüber.

Ground Up: Die Bezeichnung einer Stunttechnik, bei der die Pyramide komplett direkt vom Boden aufgebaut wird.

Heelstrech: Technik bei der das Standbein gestreckt ist und das freie Bein gestreckt deutlich über der Waagerechten gehalten wird.

Instant: Stunttechnik bei der eine Ground up aufgebaut wird, zusätzlich muss der Top Flyer zu Beginn mindestens ein Bein auf dem Boden haben. Nur Pyramiden mit Middlelayer zählen als Instant Pyramiden.

Jumps: Zu den Bewertungskriterien bei einer Meisterschaft gehören auch die Jumps. Jumps sind spezielle Cheerleadersprünge, die während des Programms gezeigt werden können. Um hier die volle Punktzahl für den gezeigten Sprung zu erreichen, muss der Sprung nicht nur perfekt ausgeführt werden, es müssen zudem alle Teammitglieder springen, damit der Sprung als Teamsprung zur Erfüllung der Punktzahl gewertet werden kann.

Juniors: Unter die Kategorie Juniors fallen alle Mädchen und Jungs ab dem vollendeten 11. Lebensjahr bis zum vollendeten 15. Lebensjahr.

Es dürfen im Verhältnis zur Teamgröße bis zu vier Personen der Teammitglieder jünger sein als das vollendete 11. Lebensjahr, aber nicht jünger als das vollendete 10. Lebensjahr sowie älter sein als das vollendete 15. Lebensjahr, aber nicht älter als das vollendete 16. Lebensjahr. Zudem gibt es Ausnahmen bei diesen bestimmten Teamgrößen:

8 bis einschließlich 13 Teilnehmer: 2 Ausnahmen

14 bis einschließlich 19 Teilnehmer: 3 Ausnahmen

20 bis einschließlich 25 Teilnehmer: 4 Ausnahmen

Juroren: Die Personen, die die schwierige Aufgabe haben, die immer schneller und abwechslungsreicher werdenden Programme zu bewerten. Hierfür machen sie eine Ausbildung und werten im ersten Jahr nur zur Probe. Erst im 2. Jahr dürfen sie nach bestandener Prüfung Landesmeisterschaften werten. Für das Werten auf einer Deutschen Meisterschaft, muss der Juror die derzeit höchste Lizenzstufe A erreicht haben.

Kategorien: Es gibt 2 übergeordnete Kategorien im Cheerleading:

1. Cheer

Im Cheer werden folgende Sachen bewertet: Cheers/Chants, Partnerstunt, Pyramiden, Basket toss/Fly over, Dance (Tanzsequenzen, die mindestens 2 8-counts

lang sind und von mindestens 1/3 des Teams ausgeführt werden), Jumps, Tumbling und Choreographie.

2. Dance

Hier handelt es sich um reine Tanzprogramme, die in denen allerdings folgende Pflichtelemente vom gesamten Team ausgeführt werden müssen: eine einfache Drehung, ein Spagat am Boden, ein Toe Touch, ein Grand Jete (Laufsprung) und zwei High Kicks.

Kontrollperson: Die Kontrollperson ist eine Mitglied der Jury. Sie wertet aber nicht wie die anderen den Inhalt des Programms, sondern achtet auf Regelwidrigkeiten, zählt die Drops und nimmt die Zeit (um nur drei Aufgaben zu nennen). Zusätzlich ist sie der Ansprechpartner für die Teams.

Liberty: Einer der gängigsten Stunts. Im All-Girl Bereich halten im Normalfall 3 Bases und ein Scoop einen Flyer der auf einem Bein steht. Im Mixed Bereich hält ein Mann diesen Flyer allein, hier gibt es dann noch zwei Varianten: a) er hält den Flyer mit beiden Händen und b) er hält den Flyer mit einer Hand.

Mixed-Team: auch Co-Ed: Bezeichnung für die Teams in denen Jungs/Männer und Mädchen/Frauen gemeinsam cheeren. In Deutschland zählt ein Team zu den Mixed Teams, sobald ein Junge/Mann in dem Team aktiv ist.

Middlelayer: Flyer der noch einen oder mehrere Top Flyer hält.

Non-Football-Team: Zu Beginn des Cheerleadings in Deutschland gab es fast nur Football Cheerleader. Mittlerweile überwiegen schon fast die Teams, die für andere Sportarten cheeren. Es gibt neben Basketball und Ice-Hockey in Deutschland heute auch Fußball, Handball und Volleyball Cheerleader.

Partnerstunt: Ein freistehender Stunt an dem kein Middlelayer beteiligt ist. Die Top hat direkten Kontakt zu den Bases.

Peewee: Die jüngste Altersklasse im Deutschen Cheerleading. Die Mädchen/ Jungs sind maximal 10 Jahre alt nach unten gibt es keine Einschränkungen, aber im Allgemeinen sind die jüngsten Cheerleader auf Meisterschaften 5 Jahre alt. Im Bereich PeeWees dürfen im Verhältnis zur Teamgröße bis zu 4 der Teammitglieder älter sein als das vollendete 10. Lebensjahr, aber nicht älter als das vollendete 11. Lebensjahr. Weiterhin gibt es der Teamzahl entsprechend die folgenden Ausnahmen:

8 bis einschließlich 13 Teilnehmer: 2 Ausnahmen

14 bis einschließlich 19 Teilnehmer: 3 Ausnahmen

20 bis einschließlich 25 Teilnehmer: 4 Ausnahmen

Pyramide: Eine Pyramide besteht aus freistehenden Stunts und/oder Stunts an denen Middlelayer beteiligt sind.

Qupie (oder Awesome): Einarmiger Mixed Team Stunt, bei dem der Flyer mit beiden Füßen auf einer Hand seiner Base steht.

Rebound, retake, reload: Stunttechniken, die zum Übergang von einem in den nächsten Stunt benutzt werden.

Routine: Andere Bezeichnung für ein Meisterschaftsprogramm

Scoop: Eine der Bases; die Person, die hinter dem Stunt steht, mit hoch hilft und hält. Spotter: Zusätzliche Person, die den Stunt/die Pyramide absichert. Der Spotter sollte im Notfall (Drop) in der Lage sein den Flyer zu fangen.

Transition: Übergang von einem Stunt/einer Pyramide in den/die nächste.

Top: Andere Bezeichnung für den Flyer

Tumbling: Umgangssprachliche Bezeichnung aus dem englischen für Turnen.

Twist- Cradle: Cradle bei dem der Flyer sich mindestens einmal um die eigene Längsachse dreht.

Wackler: Es gibt Wackler bei Partnerstunts/Pyramiden (Abzugswerte sind - 0,2 Punkte pro Juror). Hier geht es um die groben Wackler, die so genannten Fast Drops.

Zeit: Cheerprogramme auf Meisterschaften dürfen zwischen 2,5 und 3,5 Minuten lang sein. Danceprogramme sind etwas kürzer, sie dürfen zwischen 1,5 und 2,5 Minuten lang sein.

 

Text: Pressetext, Baden-Württembergische Meisterschaften